ARNSTEIN. Ein Großaufgebot an SchulsanitäterInnen stellt sich der Prüfung zum siebten Leistungsvergleich der Schulsanitäter an unterfränkischen Realschulen. Austragungsort in diesem Jahr war die Michael-Ignaz-Schmidt-Realschule in Arnstein. Einen Tag lang mussten die Jungen und Mädchen ihr Können unter Beweis stelle. Ein neunköpfiges Gremium von den BRK-Bereitschaften Arnstein, Karlstadt und Retzstadt prüfte mit geschultem Auge die gezeigten Leistungen.
Zehn Einzelstationen, zwei Theorieeinheiten, ein Spezialthema, einmal Allgemeinwissen, eine kreative Aufgabe (riechen, fühlen, schmecken und hören) sowie vier Praxis bezogene Aufgaben wie Verbrennungen, Kopfplatzwunde, Fremdkörperverletzung und ein Parcours mussten von den Teilnehmern sorgfältig abgearbeitet werden. Insgesamt vierzehn Gruppen aus unterfränkischen Realschulen nahmen an dieser Leistungsprüfung teil. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler aus Arnstein, Bessenbach, Bad Brückenau, Bad Kissingen, Hammelburg, Eltmann, Bad Königshofen, Gerolzhofen, Haßfurt, Höchberg, Hofheim, Lohr, Miltenberg, Ochsenfurt, Volkach und Würzburg.
Bei den einzelnen Aufgaben kam es den Juroren nicht nur auf die richtige Handhabung beim Versorgen von Wunden an, vielmehr stand auch der Kontakt zwischen Helfern und Patient im Vordergrund, denn ein Betroffener benötigt in einer Stresssituation immer das Gefühl der Geborgenheit. Dies erreicht ein Sanitäter, indem er mit seinem Patienten während der Behandlung spricht. Gegen 15 Uhr konnten nach Auswertung aller Unterlagen die Sieger ermittelt werden, wobei Schulleiter Thomas Schlereth von der MISR Arnstein in seiner Rede feststellte: „Ihr geht heute alle als Sieger nach Hause.“ Schlereth bedanke sich bei den vielen freiwilligen SchulsanitäterInnen für deren Engagement. „Es ist wichtig, dass es Leute wie euch gibt, die ihren Schulkameraden in Notsituationen sofort helfen können. Erstversorgung bis der Rettungsdienst kommt ist ein hohes Gut an Schulen“, betonte der Rektor. Auch den Organisatoren dieses Tages Elisabeth Stumpf und Katharina Reder, dem Hausmeister der Realschule sowie allen Helfern vor und hinter den Kulissen sprach er seinen Dank aus.
Der stellvertretende Ministerialbeauftragte der Realschulen, Heinrich Eckl, bedanke sich in seiner Ansprache ebenfalls bei allen SchulsanitäterInnnen für den Einsatz in ihrer jeweiligen Schule, Bewundernswert ist auch, wie viele ihre Freizeit dafür investieren, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, um sich dann auch noch mit ihren KollegenInnen messen zu lassen – „meine Hochachtung“, sagte Eckl.
Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz lobte ebenfalls die freiwilligen Helfer, die in Notsituationen mit kühlem Kopf und Bedacht an einen verunfallten Schulkollegen/-in herantreten und Erste Hilfe leisten.
Gerade in den jetzigen Wahlversammlungen wird immer wieder über freiwillige Helfer diskutiert, dass das Ehrenamt immer mehr Gewicht in unseren Städten und Gemeinden findet, da ansonsten manche Bereiche nicht mehr abzudecken seien, so Plappert-Metz. Sie bedankte sich auch bei den Betreuern, die den ErsthelfernInnen immer zur Seite stehen, „danke für Euer Engagement“.
Der BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Albus reihte sich in die Dankesreden ein. Auch er möchte sich für die Arbeit der Schülerinnen und Schüler bedanken, ein Engagement, das einen besonderen Dank verdient. Schulsanitätsdienst ist in der heutigen Zeit sehr wichtig und unabdingbar, so Albus. Ihre Bereitschaft, anderen Schülern zu helfen, sich hierfür ausbilden zu lassen, immer und immer wieder Auffrischungskurse zu besuchen, seine Freizeit zu „opfern“, all das sei mehr als ein kleines „Dankeschön“ wert.
„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“
Die Reihenfolge der Gewinner: auf Platz 1 kam die Realschule aus Bessenbach, Platz 2 die Michael-Ignaz-Schmidt-Schule Arnstein, den 3. Platz belegte die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnnen aus Volkach. Platz vier bis zehn in folgender Reihenfolge: Bad Brückenau, Bad Königshofen, Hammelburg, Würzburg III, Eltmann, Miltenberg, Höchberg.
Platz elf bis vierzehn wurde nach alphabetischer Reihenfolge aufgerufen, damit niemand mit dem letzten Platz nach Hause musste: Gerolzhofen, Haßfurt, Lohr und Ochsenfurt.
Schulleiter Schlereth bedankte sich zum Schluss nochmals bei allen Beteiligten, beim Aufsichtspersonal und bei allen, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.
Die Schüler zogen mit ihren Pokalen und/oder Urkunden zufrieden nach Hause. Verlierer gab es keine, es sind alles Gewinner, wie Rektor Schlereth treffend feststellt.                -schw

Die ersten drei Gewinnergruppen des siebten Vergleichswettbewerbes der Schulsanitäter an unterfränkischen Realschulen. In der Mitte: Platz eins – die Realschule Bessenbach; links im Bild die Schülerinnen der MISR Arnstein auf Platz zwei und rechts die Gewinner des dritten Platzes, die Realschule Volkach. Rechts außen Bürgermeisterin Plappert-Metz, Schulleiter Thomas Schlereth und der stellvertretende Ministerialbeauftragte der Realschulen, Heinrich Eckl. Links im Bild: Michaela Dürr (Notfalldarstellung). Roland Albus sowie die Schulsanitätsdienstleiterin der MISR Arnstein, Elisabeth Stumpf
Foto: Schwarz



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