Startseite Neuigkeiten 2010 Ein Nachmittag beim Jugendrotkreuz

ARNSTEIN. Lernen mit Spaß und ohne es zu Bemerken: Strahlende Gesichter und fröhlich blitzende Kinderaugen ließen erahnen, wie den Jungen und Mädchen der Nachmittag bei der BRK-Bereitschaft in Arnstein gefallen hatte: Das Team um BRK-Bereitschafsleiter Michael Dürr hatte die Kinder der Großgemeinde an einem verregneten Nachmittag ins RK-Heim eingeladen und zahlreiche junge Besucher damit angelockt.

Gemeinsam hatten sie sich verschiedenste Aktivitäten überlegt – Unterhaltung und Abwechslung standen bei allem im Vordergrund.

Den eigenen Körper kennenlernen – spielerisch und mit viel Humor brachte Monika Klein den jungen Gästen allerlei Wissenswertes näher: Warum haben wir Knochen? Welcher ist der Größte, wo sitzt der Kleinste? Wofür brauchen wir die Organe? Welche Aufgaben hat das Herz? – Kind gerecht erklärte sie wesentliche Zusammenhänge, beispielsweise als sie die Aufgaben der weißen Blutkörperchen schilderte: Diese, so Monika Klein, seien die Gesundheitspolizei im Körper. Wenn sie im Einsatz seien, würden sie Bakterien verhaften.

Auch die Aufgaben anderer wichtiger Körperteile vermittelte sie anschaulich: So erklärte sie u.a. den Magen und den Dünndarm, die alle beim Verdauen der Nahrung helfen. Mit Hilfe einer Nachbildung eines menschlichen Torsos konnten die Kinder Lage und Aussehen der wichtigsten Organe selbst erkunden.

Am Ende erklärte sie den Jungen und Mädchen noch die richtige Durchführung einer stabilen Seitenlage: Alle durften eigenhändig üben, wie sie im Akut fall einen Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen können. Bei allem Ernst des Anleitens hatten alle dennoch großen Spaß und schafften es, die richtigen Handgriffe durchzuführen.

Spannend war es für alle, als sie das „Reich“ von Michael Dürr betreten durften: Der BRK-Bereitschaftsleiter zeigte den Jungen und Mädchen die Ausrüstung, welche er in seinem Rettungswagen mit sich führt. EKG, Beatmungsgerät, Schienen für Knochenbrüche – gebannt folgten die jungen Gäste jeder seiner Erklärungen. Auf der Liege, wo sonst Patienten transportiert werden, durfte der ein oder andere Teilnehmer einmal selbst erleben, wie im Ernstfall einem Verunglückten geholfen wird: Messung der Sauerstoffsättigung, Beatmung, Infusionen – anschaulich erklärte Dürr seinen Zuhörern, wie Patienten versorgt werden. Als er dann eine Infusionsnadel aus einer der Schränke hervorholte, waren aber alle froh, dass es beim Vorzeigen blieb.

„Bei uns ist wichtig, dass alles an seinem Platz liegt“ erläuterte er den Kindern, als er während seiner Erklärungen wieder jedes Utensil zurücklegte. Wichtig war ihm auch, zu vermitteln, dass Kranken oder Verletzten bei einem Einsatz vor allem erst einmal der Schmerz genommen werden soll und nicht allein die Versorgung von Wunden und Brüchen erfolgt.

Wichtiges Wissen rund um Herzinfarkt und Schlaganfall sprach er an: Was passiert dabei im Körper? Was können Helfer im Akut fall tun? - Am Ende konnte man an den Reaktionen der Kinder erkennen, wie gut ihnen die kurze Stippvisite in einem Krankenwagen gefallen hatte: Statt Angst und Respekt zeigte sich Interesse und Wissbegier auf den Gesichtern der jungen Zaungäste.

Doch der eigentliche Höhepunkt sollte erst noch folgen: Jedes der Kinder durfte einmal in einem der Krankentransportwagen Platz nehmen und eine kurze Ausfahrt mit dem Fahrzeug erleben. Wo sonst Kranke im Fahrzeug platziert werden, saßen an diesem Nachmittag strahlende Kinder mit ihren Müttern und genossen die ungewohnte Fahrt. Wer noch warten musste, konnte sich in den Räumen der BRK-Bereitschaft ein wenig stärken und für zuhause ein kleines Andenken basteln.

Trotz starkem Regen und kühlen Temperaturen erfreuten sich die Jungen und Mädchen bester Laune, als sie am Ende eines abwechslungsreichen Nachmittages schließlich wieder abgeholt wurden. „Dürfen wir wieder kommen?“ – schon jetzt freuen sich viele auf den nächsten Besuch beim Ferienprogramm der Arnsteiner BRK-Bereitschaft, auch wenn er nun wieder ein ganzes Jahr auf sich warten lässt. -MW. (Werntal-Zeitung)

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