Startseite Neuigkeiten 2007 Massenhaft "Verletzte" gut versorgt

WÜRZBURG. Mit Blaulicht und gellenden Sirenen jagte am Sonntag Rettungswagen auf Rettungswagen zu den Würzburger Posthallen am Hauptbahnhof. Eine Armee von Helfern und fast 100 Fahrzeuge schienen auf eine Katastrophe hinzudeuten – zum Glück nur übungshalber: Helfer aus ganz Unterfranken probten den Ernstfall.

Die Übungsleitung um Paul Justice hatte unter dem harmlos klingenden Namen "Reblaus" ein Horrorszenario zugrunde gelegt, wie es tatsächlich (zum Beispiel in Bad Reichenhall) schon passiert ist: Einsturz des Daches einer Halle, in der sich zum Unfallzeitpunkt viele Menschen befinden.

Die galt es, schnell (aber unter Beachtung möglicher Risiken) zu bergen, zu versorgen und ins Krankenhaus zu transportieren. Dazu wurden Helfer aus Würzburg und Umgebung, aber auch vom Spessart bis zur Rhön und den Haßbergen alarmiert und nach Würzburg geschickt, die das Zusammenspiel verschiedener Einsatzgruppen übten.
Rund 300 von ihnen waren mit 100 Fahrzeugen am Sonntag an den Posthallen zugange. 58 Helfer mimten Verletzte mit teils beängstigender Realitätsnähe. "Da ist man noch heute froh, dass so ein Szenario hier nicht tatsächlich passierte, als Hunderte Fans hier die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgten und die Sicherheitskräfte in der stillen Furcht vor einem terroristischen Anschlag lebten", machte Justice deutlich.

Das Niveau der Helfer von damals zu halten, ist den Notärzten um Professor Peter Sefrin ein Anliegen. Deshalb verfolgte er die Übung am Rande der größten deutschen Notärzte-Tagung in Würzburg am Wochenende ebenso aufmerksam wie Vertreter von Polizei und Feuerwehr.

Die Helfer von BRK, Johanniter-Unfallhilfe und Maltesern hatten die Anfahrt vieler Rettungs- und Hilfsfahrzeuge auf engem Raum zu organisieren. Sie sichteten die Schwere der Verletzungen und organisierten Sammelstellen, um die optimale Versorgung zu gewährleisten. Auch der Rettungszug der Deutschen Bahn wurde in die Übung integriert.

Die Würzburger Bevölkerung verfolgte interessiert die Übung. Am Abend zeigte sich Übungsleiter Paul Justice zufrieden mit den Ergebnissen: Das Zusammenspiel der Helfer habe sehr gut funktioniert, sagte er. Dann erreichte den Leiter des Rettungsdienstes ein Alarm. Statt die Übung "Reblaus" dem Namen gemäß nachzubereiten, eilte er mit Blaulicht zum Notfalleinsatz – diesmal zu einem Ernstfall. - Manfred Schweidler (Main-Post)

 

 

Weitere Bilder finden Sie unter http://jl001.jl.funpic.de/kontingent/2007_0930/

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